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Feuilleton | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

Kurz besprochen: Sex, Sex - und nochmals Sex

Wellnessbumsen

Nicholson Baker: Haus der Löcher. Roman. Deutsch von Eike Schönfeld. Rowohlt, 315 S., € 20,60

In Romanen wie "Vox“ und "Die Fermate“ hat US-Autor Nicholson Baker bewiesen, dass er über Sex schreiben kann - pornografisch, witzig, ungewöhnlich. Mit "Haus der Löcher“ toppt er seine bisherigen Bemühungen auf dem "Steck dein Ding in meins“-Sektor allerdings noch locker. Das Buch, wiewohl als Roman etikettiert, ist eigentlich eine Episodensammlung, die das geile Treiben im titelgebenden Haus vorführt - einer Art Sexwunderland mit der Anmutung eines Wellnessresorts, in dem ständig gefickt wird.

Bakers Wortwahl ist dem Thema angemessen, also extrem derb und eindeutig, sein Umgang damit aber auch spielerisch und lustvoll. So viele Synonyme für "Schwanz“ hat man schon lang nicht mehr gelesen (Übersetzer Eike Schönfeld hatte offenkundig seinen Spaß). Und auch sonst ist der Autor erfinderisch, imaginiert eine Peniswaschanlage


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