Wien, wo es isst  Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Palais Ferstel: Alles ist schön, alles wurde gut

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

Die ursprünglich als Basar gedachte Passage des Palais Ferstel wurde nach der Renovierung in den 1980ern eine vergleichsweise sinnfreie Edelmeile, die im Lauf der vergangenen Jahre aber wider Erwarten nicht von Galerien und Boutiquen okkupiert wurde, sondern sich zu einer höchst interessanten, dichten Feinkostgasse mauserte.

Bistro statt Café

Das Café Central, zum Beispiel: bis vor zwei Jahren ein kulinarisch völlig obsoleter Platz, Pauschal-Touristen zum Fraß vorgeworfen, wurde 2010 völlig neu aufgestellt und mit einer neo-wienerischen Küche versehen, die weder zu den schlechtesten noch zu den billigsten der Stadt gehört.

Oder das ehemalige, finster-miefige Café Ferstel in der Passage, das vorigen Herbst plötzlich als französisches "Beaulieu“ auftauchte, französische Bistroküche auf teilweise sehr gutem Niveau zeigte und auch ein paar der guten Sachen aus Frankreich verkauft. Dijon-Senf im Metallkübel, zum Beispiel, die wahnsinnig gute Beurre Echiré, wahnsinnig gute Sardinen


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