Mehr davon: Bitter-Bars

Stadtleben | aus FALTER 15/12 vom 11.04.2012

Bitter ist ja nicht so der Geschmack, der einem gleich einmal liegt. Ernährungsphysiologen sagen, dass das ein Rest unseres archaischen Geschmackssystems ist, als wir noch erschmecken konnten, was uns guttat und was nicht, und da war bitter eben das Giftige. Inzwischen haben wir uns an Jever-Pils, Espresso, 90-prozentige Schokolade und englische Orangenmarmelade gewöhnt und wollen sie nicht mehr missen. Und vor allem nicht mehr die wunderbaren italienischen Kräuterbitter, die amari, die pur mit ein bisschen Eis und in einem dickwandigen Glas oder von mir aus mit irgendwelchen Fruchtsäften den späten Nachmittag erst zur lebenswerten Zeit machen. Hier bekommt man sie:

Bar Italia Zweifellos die erste Adresse in Wien, wenn’s um mehr oder weniger bittere, mehr oder weniger braune Kräuterliköre aus Italien geht. Es gibt hier fast alles, wovon man je gehört hat, die eher seltenen Exemplare stehen im Regal allerdings weiter oben und das Personal holt sie nur ungern herunter. Wenn man lieb


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