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Französischer Hamlet und deutsche Ophelia

Lexikon | aus FALTER 16/12 vom 18.04.2012

Die Shakespeare-Begeisterung im Frankreich des 19.Jahrhundertszeitigte auch Spuren im Opernschaffen. Auch Goethe ("Werther“ und "Faust“) musste herhalten. Ambroise Thomas wollte es nach seiner "Mignon“ mit dem Rivalen Charles Gounod aufnehmen und beauftragte die Librettisten Barbier und Carré, die zuvor bereits den Text zu Gounods "Roméo et Juliette“ gefertigt hatten, mit "Hamlet“. Romantisch, simplifizierend und ein wenig süßlich wurde diese Oper. Dem Tod von Ophélie, die ohne die Liebe des Prinzen den Verstand verliert, wird ein ganzer Akt gewidmet. Den singt Christine Schäfer. Der Regisseur, ein Theaterprofi, beschäftigt auch Schauspieler, und auch Hamlet und der Dirigent sind Franzosen. HR

Theater an der Wien, Mo (Premiere), Do 19.00 (bis 5.5.)


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