Ein Gitarrensolo ist keine Birne


Kommentar: Klaus Nüchtern
Falter & Meinung | aus FALTER 16/12 vom 18.04.2012

Anlässlich des Welttags des Urheberrechts am 23. April stellt sich die Frage, wie zeitgemäß dieses noch ist

In gewisser Weise stehlen die Leute, die Songs downloaden, den Autoren und Künstlern ihr geistiges Eigentum.“ Dieser Satz könnte in der derzeit tobenden Debatte zwischen Kunstschaffenden, Verwertungsgesellschaften, Tonträgerindustrie und der sogenannten "Netzgemeinde“ jederzeit fallen. Ersetzt man "downloaden“ durch "auf Leer-Cassetten aufnehmen“, dann merkt man allerdings, dass er schon 35 Jahre alt ist.

Zitiert wird der Satz, der im Übrigen vom Musikproduzenten und Schlagerkomponisten Ralph Siegel stammt, in dem überaus informativen und erfreulich unpolemischen Buch "Mashup. Lob der Kopie“ des Journalisten und Bloggers Dirk von Gehlen. Und er belegt schlagend, dass die Angst vor dem Untergang der Kultur durch "Raubkopien“ nicht ganz neu ist. "Hometaping is killing music“ lautete die apokalyptische Prognose damals, und wie man weiß, hat sie sich nicht wirklich

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