Gut, Besser, Politiker

Politik | Reportage: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 16/12 vom 18.04.2012

Der Ruf der Volksvertreter ist darnieder. Dabei gibt es in den Parteien noch Visionäre. Warum kommen sie oben nicht an?

Daniel Kapp kann jetzt sagen, was er will, er hat jetzt nichts mehr zu befürchten. Elf Jahre war er Ministersprecher und politischer Berater in der ÖVP. Wenn die Kameras auf den damaligen Vizekanzler Josef Pröll gerichtet waren, war Kapp der Mann im Anzug hinter ihm. Als sich Pröll im Vorjahr aus der Politik zurückzog, nahm auch Kapp den Hut. Jetzt hat er Bilanz gezogen.

Im aktuellen "Österreichischen Jahrbuch für Politik“, das die ÖVP alljährlich herausgibt, schreibt der langjährige Parteidiener: "Regieren zum gesamtstaatlichen Wohl funktioniert unter in Österreich gegebenen Bedingungen und Spielregeln nicht mehr, weil vor allem der Bundespolitiker für sich keinen Vorteil darin erkennen kann, heiße Eisen gar anzufassen.“

Seit der Korruptionsuntersuchungsausschuss tagt, werden Politiker wie Hunde durch die mediale Arena geprügelt. Sie gelten als faul, dumm


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