Technik Dinge, die uns brauchen

Endlich ein Computer, der einen versteht

Medien | Prüfbericht: Thomas VaŠEk | aus FALTER 16/12 vom 18.04.2012

Warum lohnt es sich, das neue iPad zu kaufen? Die meisten Leute sagen: wegen des Retina-Displays. Ja, natürlich: Das Display ist sauscharf und farbstark, die Auflösung viermal so hoch wie beim Vorgängermodell. Richtig überzeugend ist das nicht, außer man gehört zu den Nutzern, für die das bloße Erscheinen eines neuen Apple-Produkts bereits einen Kaufreflex auslöst. Das entscheidende Feature des neuen iPad ist aber: die Diktier- und Spracherkennungsfunktion.

Ohne viel Wind darum zu machen, hat Apple die Siri-Technologie vom iPhone 4S aufs iPad transferiert. Zwar kann man sich mit dem Sprachassistenten auf dem iPad nicht unterhalten, wie auf dem iPhone. Umso besser funktioniert hingegen Speech-to-Text: Man diktiert - und das iPad wandelt das Gesprochene in Text um. Das ist ein Segen für alle Leute, die regelmäßig schreiben müssen, und seien es nur Mails oder Facebook-Updates. Sicher kann man auch da was kritisieren. Natürlich kann das Feature nicht das, was professionelle Diktierprogramme wie Dragon können. Zudem braucht man eine Netzverbindung, damit die Eingaben von den Apple-Computern ausgewertet werden können - und die Speech-to-Text-Funktion klappt nur in der eingestellten Sprache. Für den Hausgebrauch reicht das jedoch. Und natürlich habe ich auch diese Kolumne einfach so aufs iPad gesprochen. F

Thomas VaŠek ist Journalist und Buchautor in München


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