Ein tiefgründiges Werk mit einem sympathischen Kotzbrocken als Helden

Feuilleton | aus FALTER 16/12 vom 18.04.2012

"Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.“

T.C. Boyle, der Mann mit den Chucks, ist nicht unbedingt der Autor, von dem man sich erwartet, dass er seinen Romanen Bibelzitate voranstellt. Aber das 1. Buch Mose 1,28 bringt den Romaninhalt und die darin behandelte Problematik tatsächlich auf den Punkt. Allerdings muss man schon 100 bis 200 Seiten gelesen und sich einen kleinen Überblick über den komplexen Plot und das Figurenarsenal verschafft haben, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen. Mit "Wenn das Schlachten vorbei ist“ macht es Boyle dem Leser nämlich nicht leicht und verlangt ihm einen langen Atem ab. Immer wieder holt er ungewohnt weit aus, um dann auch noch oft am spannendsten Punkt abrupt abzubrechen und einen neuen Faden aufzugreifen, ein neues Motiv zu


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