The Night of the Sucker

Feuilleton | Würdigung: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 16/12 vom 18.04.2012

Der Ire Bram Stoker hat mit "Dracula“ den definitiven Vampirroman geschrieben, dessen Welterfolg aber nicht mehr erlebt. Nun liegen zwei Neuübersetzungen ins Deutsche vor

In einer Hinsicht glichen sich Bram Stoker und sein berühmtestes Geschöpf: Beide waren sie nachtaktiv. Der Graf aus Transsylvanien konnte sein Unwesen bekanntlich nur dann treiben, wenn ihn das Tageslicht nicht behelligte. Sein Schöpfer wiederum kam nur in der Nacht zum Schreiben. Tagsüber arbeitete der irische Autor (1847-1912), der zunächst als Rechtsanwalt in die Fußstapfen seines Vaters getreten war, jahrzehntelang als Geschäftsführer des Londoner Lyceum Theatre sowie als persönlicher Sekretär von Henry Irving, dem Ende des 19. Jahrhunderts populärsten englischen Schauspieler.

Stokers Stil ist anzumerken, dass er meist unter Zeitdruck arbeitete. Er war ein vielbeschäftigter Mann, der sich in der Londoner Gesellschaft bewegte und mit Florence Balcombe eine Frau heiratete, die zu den Schönheiten ihrer Zeit


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