"Soviel ich weiß, kann ich nicht tanzen“

Feuilleton | Porträt: Hermann Götz | aus FALTER 16/12 vom 18.04.2012

Die Grazer Performance-Girlgroup Rabtaldirndln arbeitet Stück für Stück an der eigenen Legende

Auf der Bühne stehen fünf Frauen in Trachtenkleidern und glotzen zurück. Lange sagen sie gar nichts und dann nur: "Wir sind die Rabtaldirndln.“

Der Satz ist Programm, er hat es in sich. Das Missverständnis, zum Beispiel. Nur ein kleines, unhörbares a trennt die Rabtaldirndln von der Namensgleichheit mit einem steirischen Damenquartett, das in den 1990ern Erfolge mit volkstümlichen Schlagern feierte, in denen gerne das Wort "Busserl“ vorkam.

Die theatrale Nachnutzung des Rustikalen, seiner Klischees und Widersprüche ist ein zentrales Moment in den Arbeiten der Rabtaldirndln, ebenso das konsequente Recycling ihrer eigenen Historie.

Marianne, Sonja, Eva, Renate und Toni heißen die fünf. Auf der Bühne jedenfalls. Die Rabtaldirndln sind Kunstfiguren, Ich-Erzählerinnen einer Geschichte, die Stück für Stück anwächst und zur Legende stilisiert wird.

Das hat die "Dirndln“ inzwischen


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