Ohren auf Sammelkritik: Prog-Jazz im Quintett-, Sextett- und Septettformat

Keilschriftplatten aus dem Königreich

Feuilleton | aus FALTER 16/12 vom 18.04.2012

Am vergangenen Freitag erreichte den Redakteur ein E-Mail, das ihm aus gegebenem Anlass das Monk-Tribute-Album "Friday the 13th“ als Soundtrack für den Rest des Tages anempfahl. Das ist das Schöne an einem Indie-Label wie Cuneiform Records - es wird von Leuten gemacht, die die Musik mögen, die sie verlegen; unter anderem historische Einspielungen der Progrock-Intelligenzia Soft Machine oder verschiedene Spielarten des zeitgenössischen Jazz abseits des Mainstream. Dass solch ästhetisch stimmige Programmpflege fast schon anachronistisch ist, manifestiert sich ironisch im Namen: Schallplatten in Keilschrift.

Unter den Cuneiform-Bands finden sich viele mit ungewöhnlicher Instrumentierung. Das aus London stammende Quintett Led Bib, das mit seinem vorletzten Album für den Mercury Prize nominiert war, ist da mit Rhythmusgruppe und zwei Altsaxofonen vergleichsweise traditionell besetzt. "Bring Your Own“ heißt die jüngste CD. Man wäre geneigt, die großteils von Frontmann und Drummer


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