Wien, wo es isst Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Die Markthalle: Wir hätten sie wollen sollen

Stadtleben | Lokalaugenschein: Florian Holzer | aus FALTER 16/12 vom 18.04.2012

Es ist sinnlos, heute bittere Tränen zu vergießen. Dass die letzte Markthalle Wiens, 1880 eröffnet und 1995 letztmalig renoviert, seit 2002 einen Spar enthält, war uns damals wurscht, Markt war eh uncool, zumindest in Wien (im Urlaub schon!). Und nur weil alle anderen Markthallen in Wien seit den 1960er-Jahren verschwunden und demoliert worden waren, sah man das noch lange nicht als Motivation, extra in die Markthalle einkaufen zu gehen. War ja auch nicht zeitgemäß, war ein bisserl mittelmäßig. Wäre es heute mit aller Wahrscheinlichkeit nicht mehr, aber egal, der Spar wird da nie wieder rausgehen.

Teppanyaki und Spar statt Markt

Ein Jahr später machte im eingezogenen Obergeschoß der Halle ein asiatisches Restaurant namens Banyan auf, betrieben von einem Welser Multi-Gastronomen, der auch Mr. Lee gründete, in dem man diese eigenartigen vegetarischen Gerichte bekam, die aber wie Fleisch oder Fisch aussahen. Mittlerweile wurde umkonzipiert, Buffet lautet das Motto, es gibt Mittagsbuffet,


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