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Neue Kleinportion

Stadtleben | aus FALTER 16/12 vom 18.04.2012

Die Kleinportion ist die neue Hauptspeise. Klein zu portionieren scheint - wenn man sich ansieht, dass es eigentlich in fast allen neu eröffneten Lokalen praktiziert wird - das neue heiße Ding zu sein. Ich persönlich find das ja super, weil ich lieber drei kleine als eine große Speise probiere, weiß aber, dass das beim Wiener Gast - egal welchen Alters, Bildungsgrades oder Finanzstatus - zu hysterischen Panikreaktionen und Abwehrmechanismen führt (großes Schnitzel essen, Krügel trinken, großes Mail auf derstandard.at posten ...). Die Angst, nicht satt zu werden, ist jedenfalls sehr groß in dieser Stadt.

Ob das rational begründbar ist oder nicht, mag jeder für sich selbst austüfteln, hier jedenfalls ein paar sehr aktuelle Beispiele für interessante Kleinportionierungen.

Wein & Co Bar Essen im Weinsupermarkt war bisher immer ungefähr so wichtig wie Essen im Kino oder Essen beim Rockkonzert. Bei Wein & Co gab’s Antipasti, irgendwelche Pasta und sonst noch was. Seit eineinhalb

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