Das Haus des guten Tons

Medien | Bericht: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 17/12 vom 25.04.2012

Der ORF erwägt, das Funkhaus zu räumen. Eine Initiative protestiert gegen den Verlust eines Kulturdenkmals

ORF-Journalistin Brigitte Fuchs telefoniert raucht, telefoniert, raucht. Sie hat vor kurzem eine Unterschriftenliste gestartet. "Rettet das Funkhaus“ heißt die Petition. Ende März kündigte der ORF an, das denkmalgeschützte Gebäude aus Kostengründen aufzugeben. Drei Standorte seien zu viel - das Fernsehen am Küniglberg, Ö3 in Heiligenstadt und schließlich das Funkhaus in der Argentinierstraße - die Heimat der Radiosender Ö1, FM4, Radio Wien und des "Wien heute“-Fernsehstudios.

"Es geht bei der Standortfrage darum, wie wir uns möglichst kosteneffizient aufstellen“, sagt ORF-Sprecher Martin Biedermann. Fuchs sagt: "Man kann das Haus für verstaubt halten. Aber es hat Patina und Seele.“

Was ist so besonders an dem grauen Haus, vor dem dieses riesige, bunte Ohr-Denkmal steht? Diese bauliche Huldigung ans Hören, nur einen Steinwurf entfernt von der U-Bahn-Station Taubstummengasse.


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