"Nur die Marxisten haben Klartext geredet“

Feuilleton | Interview: Klaus Nüchtern | aus FALTER 17/12 vom 25.04.2012

In ihrem 800-Seiten-Wälzer "Der Implex“ klopfen Dietmar Dath und Barbara Kirchner Idee und Geschichte des sozialen Fortschritts auf ihre gegenwärtige Brauchbarkeit ab

Linke Theorie hat wieder Konjunktur. Bücher mit Titeln wie "Warum Marx recht hatte“ (Terry Eagleton), "Die kommunistische Hypothese“ (Alain Badiou) oder Untertiteln wie "Der linke Kampf um das 21. Jahrhundert“ (Slavoj Žižek) sind keine Seltenheit. "Der Implex“ gehört in diesen Kontext und unterscheidet sich doch von den genannten Veröffentlichungen: Es ist die wohl umfangreichste und ambitionierteste Arbeit auf diesem Gebiet. Und obwohl die beiden Autoren, Barbara Kirchner und Dietmar Dath, einen aufs Erste eher kryptisch anmutenden Titel gewählt haben, machen sie aus ihren politischen Ansichten keinen Hehl: "Einer der beiden Köpfe, die sich das Buch zusammen ausgedacht haben, wäre nicht beleidigt, wenn man ihn einen sozialdemokratischen Kopf nennen würde. Der andere bevorzugt jüngere und verrufenere Namen“


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