Madonna passt nicht rein, und was der Rassist am Klo denkt, ist egal

Feuilleton | Klaus Nüchtern | aus FALTER 17/12 vom 25.04.2012

 Das Buch hat über 800 Seiten und zitiert etwa ebenso viele Gewährsleute und Gegner: von Adorno, Althusser und Albert Ayler bis Žižek, Zuse und Stefan Zweig; von Bayes, Bayle und Beuys bis Wittgenstein, Wollstonecraft und Westerwelle; von Debord, Deleuze und Derrida bis Trotzki, Turing und Tolkien. Dietmar Dath und Barbara Kirchner haben sich nicht nur durch die Klassiker der Aufklärung oder durch die 43 blauen Bände von Marx und Engels, sondern auch durch allerhand wissenschaftliche, schöngeistige und Science-Fiction-Literatur gearbeitet. Worum’s in ihrem "Roman in Begriffen“ geht, macht der Untertitel deutlicher als der vom französischen Lyriker und Philosophen Paul Valéry geborgte Begriff "Implex“: "Sozialer Fortschritt: Geschichte und Idee“.

Es ist ein ebenso ambitioniertes wie anmaßendes Projekt, dem der Rezensent der SZ gerne den Alternativtitel "Wie wir doch noch den Kommunismus retten können“ verpasst hätte. Apropos Rezensenten. Die waren schnell zur Stelle,


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