Auf der Flucht vor Guru Patricks hässlichen Häschern

Feuilleton | Filmkritik: Michael Pekler | aus FALTER 17/12 vom 25.04.2012

Regisseur Sean Durkin verbindet in "Martha Marcy May Marlene“ atmosphärische Spannung und bemühten Realismus

Das auffällig Seltsame an diesem Film ist zunächst sein Titel. Er ist nicht einfach ein Frauenname, sondern eine Alliteration, bestehend aus drei Namen: Martha, Marcy May und Marlene. Die ersten beiden beziehen sich auf die verschiedenen Identitäten, durch die man diese Frau kennenlernt. Der dritte Name, Marlene, ist scheinbar derjenige, der am wenigsten bedeutet: Mit Marlene melden sich am Telefon alle Frauen jener Gruppe, der auch Marcy May für zwei Jahre angehört hat.

Dann ist sie geflohen und wieder Martha geworden. Zu Beginn sieht man impressionistisch gehaltene Bilder einer Farm, doch weil, erstens, dieser Tage im Kino ohnehin nicht mit Idylle gerechnet werden darf und, zweitens, schon gar nicht an einem Ort wie diesem, verstört bereits die Sitzordnung beim Abendmahl.

Erst nachdem die Männer fertiggegessen haben, dürfen die Frauen am Tisch Platz nehmen. Ob es sich


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige