"Je schwieriger, desto besser!“

Feuilleton | Interview: Gerhard Stöger | aus FALTER 17/12 vom 25.04.2012

Das Kremser Donaufestival verspricht heuer die "Vertreibung ins Paradies“. Was verbirgt sich dahinter?

Wenn am 28. April das Donaufestival eröffnet, steigt das Reiseaufkommen zwischen Wien und Krems wieder rapide an. Seit Tomas Zierhofer-Kin das dortige Donaufestival leitet, hat sich die inhaltliche Ausrichtung der einstigen kulturellen Gemischtwarenhandlung für die ganze Familie radikal geändert; das Donaufestival wurde zu einer international beachteten Mischung aus Popavantgarde und Performancekunst. Zierhofer-Kin war bereits für die Salzburger Festspiele ("Zeitfluss“) und die Wiener Festwochen ("zeit-zone“) tätig; das achte von ihm kuratierte Festival steht bis 5. Mai unter dem vollmundigen Motto "Die Vertreibung ins Paradies“.

Falter: Glauben Sie an Gott?

Tomas Zierhofer-Kin: Nein!

Aber Sie glauben an das Paradies?

Zierhofer-Kin: Ja und nein. Das Donaufestival ist dezidiert nicht religiös, das Paradies ist für uns eine Metapher für einen Zustand, den wir uns umso mehr herbeisehnen,


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