Donaufestival 2012: vom CocoRosie Project zum Ende des Feminismus

Feuilleton | aus FALTER 17/12 vom 25.04.2012

 Musik/Klangkunst, Performance/Theater, Kunst/Installation und Diskurs/Film: Das Programm unterteilt die Dutzenden Veranstaltungen des Donaufestivals penibel in diese vier Kategorien. Dass das Avantgardefestival in Krems so gut funktioniert, liegt aber nicht zuletzt daran, dass es immer wieder gelingt, diese unterschiedlichen Bereiche vor Ort zu verschränken.

Los geht es mit dem CocoRosie Project. An sich ist das US-amerikanische Geschwisterpaar Bianca und Sierra Casady für eigensinnigen Pop bekannt, mit ihrer Band CocoRosie sind sie auch schon beim Donaufestival aufgetreten. Heuer fungieren sie als Artists in Residence und kuratieren beträchtliche Teile des ersten Festivalwochenendes (28.-30.4.)

CocoRosie schlüpfen selbst in diverse Rollen zwischen Tanzperformance und New-Age-Oper, gleichzeitig präsentieren sie Musikerinnen und Musiker aus ihrem erweiterten Kosmos in unterschiedlichen Konzertpaarungen, etwa die New Yorker Artpop-Institution Laurie Anderson mit dem jungen Düster-Synthie-Duo Light Asylum, den Rappel-Hip-Hop-Act Sissy Nobby mit Trauerweidenstimme Antony oder die brüchige Singer/Songwriterin Scout Niblett mit dem Metalduo Lapdog Of Satan.

Konventioneller präsentiert sich das zweite Wochenende (3.-5.5.). Das Konzertprogramm bietet unterschiedliche Spielarten elektronischer Musik zwischen Hedonismus und Denkerstube, Altspatzen wie der britische Drum-’n’-Bass-Professor Squarepusher stehen neben aktuellen Größen wie der Neo-Disco-Truppe Hercules And Love Affair.

Im Performancebereich des Festivals findet sich eine Bustour von God’s Entertainment ebenso wie das queere Wrestling-Spektakel "The End of Feminism“ und zwei Stücke des holländischen Kollektivs Hotel Modern.

Information und Karten: www.donaufestival.at


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige