Ohren auf  

Beim Afrobeat müssen alle mit

Sammelkritik: afrikanische Musik von gestern und heute

Feuilleton | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 17/12 vom 25.04.2012

Der Gitarrist Ebo Taylor genießt in Liebhaberkreisen schon lang Legendenstatus. Dass der Mann aus Ghana aber mit über 70 Jahren noch einmal aus der Versenkung auftauchen würde, damit war nicht zu rechnen. "Appia Kwa Bridge“ (Strut) ist nach "Love and Death“ (2010) bereits das zweite Album seither, es wurde in Berlin mit der Multikulti-Gruppe Afrobeat Academy sowie Gästen wie Schlagzeuggott Tony Allen aufgenommen. Wo es dem Vorgänger zugunsten von jazziger Introspektion manchmal ein wenig an Saft fehlte, sind die neuen Stücke erfreulich kraftvoll geraten. Zu einigen mitreißenden Neukompositionen gesellt sich die Interpretation eines ghanaischen Klassikers aus den 1920ern, mit der die Brücke zur Anfangszeit des Highlife-Sounds geschlagen wird. Und zwei ganz schlichte, tief berührende akustische Balladen gibt es noch obendrauf.

In den frühen 1960er-Jahren hat Ebo Taylor in London Musik studiert - gemeinsam mit Fela Kuti. Der Nigerianer, der 1997 58-jährig starb, gilt 15 Jahre


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