Nüchtern betrachtet 

Das Nützliche muss gar nicht hässlich sein

Feuilleton | aus FALTER 17/12 vom 25.04.2012

Feuilletonchef Klaus Nüchtern berichtet aus seinem Leben. Die Kolumnen als Buch: www.falter.at

Das, was derzeit meteorologisch abgeht, bezeichnete man früher mal treffend als "Übergangszeit“. Das dafür vorgesehene Kleidungsstück war der "Übergangsmantel“, und jede verantwortungsvolle Mutter achtete darauf, dass ihre Kinder einen solchen tragen. Der Schriftsteller Jochen Schmidt hat die Fantasie in Umlauf gesetzt, dass man über ein System von Kleidungsstücken verfügen sollte, das es erlaubt, die herrschenden Außentemperaturen in Ein-Grad-Celsius-Schritten präzise zu kompensieren - weil: Wenn es draußen, sagen wir, elf Grad hat, brauche ich Kleidung, die mich um ein Grad wärmer hält, als wenn es zwölf Grad hätte. Fatal sind da natürlich Wetterlagen, bei denen man über den Tag verteilt hohe Temperaturschwankungen zu gewärtigen hat: Man verlässt das Haus in der Früh bei 6,5 Grad Celsius in Richtung Lohnarbeit und geht auf dem Heimweg noch über den Schwedenplatz, weil


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