Aber hier leben? Ja, bitte!

Stadtleben | Expedition: Ingrid Brodnig, Christopher Wurmdobler | aus FALTER 17/12 vom 25.04.2012

Geheimtipp, aber nicht mehr lange: Rudolfsheim-Fünfhaus blüht plötzlich auf

Es tut sich was auf der Mariahilfer Straße. Aber nicht im inneren Teil, wo die großen Geschäfte sind und sechster und siebter Bezirk einander treffen. Hier soll es um den äußeren Teil des einstigen Prachtboulevards und seine Nebenstraßen gehen, den 15. Bezirk mit dem räudigen Image. So räudig ist es hier nämlich plötzlich gar nicht mehr.

Studierende haben das Grätzel entdeckt, Jungfamilien beziehen neue Genossenschaftswohnungen, Designer und Künstler eröffnen Ateliers. Wo früher Kebabläden, Nagelstudios und Handyshops waren, gibt es neue Geschäfte. In Coffeeshops sitzen bebrillte Hipster und Touristen, die an Latte macchiato nippen. Doch: Wien 15 ist langsam angesagt.

Ein Viertel mit hohem Ausländeranteil, der ärmste Bezirk der Stadt, heruntergekommene Zinshäuser, hohe Arbeitslosigkeit. Und sowieso fernab vom Schuss. Bis vor kurzem hatte Rudolfsheim-Fünfhaus keinen guten Ruf. Aber der Bezirk


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