Sport  

Ein Grinsen wie tausend Abseits

Barcelonas Kunst des schönen Spiels

Stadtleben | Nachbericht: Johann Skocek | aus FALTER 17/12 vom 25.04.2012

Da saß er mit schiefem Grinsen im Triple-A-VIP-Club des Stadions an der Stamford Bridge und wusste wohl nicht, was er von den vergangenen beiden Stunden halten sollte. Der Russe Roman Abramowitsch ist einer der reichsten Männer der Welt, seine Yacht hat zwei Hubschrauberlandeplätze und er ist es nicht gewohnt, blamiert zu werden.

Sein Geld, auf verschlungenen Wegen aus Russland auf die britische Insel und nach London gekommen, alimentiert die Legionärstruppe Chelsea. Die hatte nicht nur sich selbst, sondern vor allem auch ihren Mäzen gerade mit einem 1:0-Sieg blamiert.

Ein eiskalt geführter Konter hatte genügt: 89:30 Minuten lang hatten sich zehn Londoner in zwei Schlachtreihen vor dem eigenen Strafraum aufgebaut, während Messi, Xavi, Iniesta, Fabregas, Puyol und Kollegen tanzten.

An diesem Abend und für die ganze Saison, spätestens seit dem katalanisch-spanischen Europameistertitel 2008, gilt der wunderbare spanisch-niederländische Hybridfußball als Gegenentwurf zu der Kreation


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige