Fußball 

Greuther Fürth: Aufstieg dank eines Zauberworts

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 17/12 vom 25.04.2012

Wolfgang Kralicek über die Macht des Wortes im Fußball

Dem VfL Bochum wurde von seinen Fans irgendwann das Attribut "unabsteigbar“ verliehen. Mit diesem Neologismus machten sich die Anhänger des fast permanent im Abstiegskampf stehenden Vereins Mut: Ein Team, das qua definitionem gar nicht absteigen kann, wird auch nicht absteigen. Natürlich hat das Zauberwort nicht gewirkt, Bochum ist in den letzten Jahren sogar mehrmals aus der Bundesliga abgestiegen. Indirekt aber hat die Magie des Wortes nun einem anderen Verein Flügel verliehen: Erstmals ist Greuther Fürth der Aufstieg in die erste Bundesliga gelungen. Für den historischen Erfolg gibt es viele Gründe, der faszinierendste aber ist eine sprachliche List: Nachdem Fürth in den letzten Jahren immer wieder knapp den Aufstieg verpasst hatte, hat der Verein sich am Beginn dieser Saison selbst für "unaufsteigbar“ erklärt. Logischer Hintergedanke: Wenn es zum Scheitern verurteilt ist, sich unabsteigbar zu wähnen, dann muss das umgekehrt auch gelten. Voilà!


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