"Einfach spinnen“

Steiermark | Porträt: Donja Noormofidi | aus FALTER 17/12 vom 25.04.2012

Die Piraten wollen das Grazer Rathaus entern. Sie haben gute Chancen

Philip Pacanda arbeitet derzeit von früh bis spät als Pirat. Der interimistische Vorstand der steirischen Piratenpartei würde aufgrund seines Äußeren - Armanibrille, rosa Hemd, Glatze - auch in keiner der alteingesessenen Parteien besonders auffallen. Derzeit ist der 33-Jährige ziemlich eingespannt: Dienstag Flyer für den Landesparteitag im Mai designen, Mittwoch Arbeitsgruppe zum Thema Gender, Donnerstag Treffen zur Stadtentwicklung. Zum Geldverdienen als selbstständiger Unternehmensberater bleibt ihm da kaum noch Zeit.

Pacanda und die derzeit rund 60 steirischen Piraten haben sich viel vorgenommen. Sie wollen das Grazer Rathaus entern und halten ein Ergebnis von bis zu zehn Prozent für realistisch. Ihre Themen sind typisch piratisch: Transparenz, Mitbestimmung, die Reform des Urheberrechts. Die deutschen Piraten segeln auf Erfolgskurs, die Innsbrucker Kollegen haben soeben mit 3,8 Prozent den Sprung in den Gemeinderat


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