Kritik

Berühren erlaubt: Karl Prantls magische Steine

Lexikon | aus FALTER 17/12 vom 25.04.2012

Der Bildhauer Karl Prantl (1923-2010) gehört zu den maßgeblichen Figuren der österreichischen Nachkriegskunst. Er gründete im Römersteinbruch St. Margarethen das Symposion Europäischer Bildhauer. Künstler kamen im Burgenland zur gemeinsamen Arbeit zusammen. Einige von Prantls für die Landschaft gemachten Steinskulpturen sind nun indoors zu sehen. Die polierten, an Taufbecken erinnernden Oberflächen betonen die Archaik des Natursteins, nippelartige Erhebungen geben ihm eine körperliche Anmutung. Die Steine sind auf Sockeln platziert, sodass ihr Grabmalcharakter ein wenig verloren geht. Auf Augenhöhe platziert, darf man die unmodern moderne Kunst, wie vom Künstler vorgesehen, mit der Hand anfassen. MD

Galerie Ulysses, bis 26.5.


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