Kritik

Katharina Cibulkas Blumen des Guten

Lexikon | aus FALTER 17/12 vom 25.04.2012

Die Innsbrucker Künstlerin Katharina Cibulka hinterlässt keine Spuren. Das Video "Do not leave any traces“ in "Solo III“ dokumentiert eine Performance, in dem ein Anstreicher den titelgebenden, an die Wand gemalten Satz mit weißer Farbe übertüncht. Dieser Akt bringt das Anliegen der Künstlerin zum Ausdruck, die Welt nicht mit weiteren, überflüssigen Objekten zu verstellen, sondern ein Fragezeichen hinter das eigene Tun zu setzen. "Am I contemporary?“ fragt sich Cibulka in der gleichnamigen Performances, "zeitgenössisch“ als Künstlerin, Ehefrau, Mutter? Die Fotoserie "Kralya Petra Prvog 10 A“ (2005) zeigt die Künstlerin auf einer Belgrader Straße. Sie schüttet ein Schlagloch mit Erde auf und pflanzt Blumen. Die Botschaft: Eine Zweiflerin hat den Mut nicht verloren. MD

Fotogalerie Wien, bis 9.5.


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