Kommentar Pädagogik

Sag niemals N…! Wie politische Korrektheit die Kindheit verändert


Matthias Dusini
Falter & Meinung | aus FALTER 18/12 vom 02.05.2012

Ausdrücke wie "Erbsenhirn“ sollten Kinderbuchautoren bei der Entwicklung ihrer Figuren unterlassen. Sonst ergeht es ihnen wie dem britischen Autor David McKee, der in seinem Buch "Tusk Tusk“ den Kampf zwischen weißen und schwarzen Elefanten - mit unflätigen Worten - beschreibt. Seine Bücher wurden in Großbritannien aus einigen öffentlichen Bibliothek entfernt, nachdem sie besorgte Eltern als rassistisch bezeichnet hatten. Was für eine beneidenswerte Leserattennation, in der Bibliothekare ihre Kunden zur Qualität ihrer Produkte befragen!

Natürlich wurde das Thema von den Medien aufgegriffen, witterten sie doch eine Gelegenheit, wieder einmal die Auswüchse politischer Korrektheit zu geißeln. Vor wenigen Jahren gerieten die Comicfiguren Tim und Struppi des Belgiers Hergé unter Rassismusverdacht. Dessen in den 1930er-Jahren entstandene Kongoabenteuer sind voller negativer Afrikaklischees. Dann nahm ein US-Verleger die "Abenteuer von Huckleberry Finn“ unter die Lupe und druckte

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