Kolumne  Außenpolitik

Ob Merkozy oder Merklande - ein Kurswechsel der EU steht an

Falter & Meinung | Raimund Löw | aus FALTER 18/12 vom 02.05.2012

Der französische Ministerpräsident Nicolas Sarkozy wächst in Krisensituationen über sich hinaus. Als 2008 russische Truppen die georgische Hauptstadt Tiflis bedrohten, agierte der Franzose wie ein echter Präsident Europas und vermittelte den Waffenstillstand, der bis heute hält. Wenig später krachte in den USA Lehman Brothers. Sarkozy, damals rotierender Ratspräsident der EU, jettete nach Washington, um George W. Bush zur Rettungsaktion für die Weltfinanzen zu drängen.

Im Pariser Elysee versammelten sich die Euroländer zum ersten Kriegsrat, lange vor dem Absturz Griechenlands. Die Militäraktion der Nato zur Unterstützung der libyschen Opposition geht auf die blitzschnelle Reaktion Sarkozys zurück.

Doch wenige Tage vor dem Volksentscheid über eine zweite Amtszeit scheint die Schlacht für die stärkste Politikerpersönlichkeit Europas verloren. Die Meinungsumfragen zeigen einen Vorsprung von 54 zu 46 Prozent für den bedächtigen linken Herausforderer François Hollande. Keine


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