Die Gier nach Macht

Politik | Überblick: Benedikt Narodoslawsky | aus FALTER 18/12 vom 02.05.2012

Wie die Demokratie im Internet herausgefordert wird

Judith Schoßböck, 31, ist ein digital native, aufgewachsen mit Computern, durchdrungen vom Internet. Am Vorabend saß sie noch in Berlin mit ihren Freunden von der Piratenpartei zusammen, jetzt spaziert sie durch die Electric Avenue des Wiener Museumsquartiers, mit diesem Konzept im Kopf, das die Demokratie in Österreich verändern könnte.

Im Zentrum für E-Governance an der Donau-Universität Krems befasst sich die wissenschaftliche Mitarbeiterin mit dem Thema "liquid democracy“ (zu Deutsch etwa: fließende Demokratie). Hinter dem Begriff steckt eine Mischung aus repräsentativer und direkter Demokratie, die die Möglichkeiten des Internets nützt. Es geht um eine neue Version von Macht, eine Art Demokratie 2.0. Das erklärte Ziel: Der Bürger soll regieren. Er soll mit seiner Stimme machen können, was er will. Überall und jederzeit.

Auf dem Papier sieht es so aus: Wenn die Politiker etwa über das Budget abstimmen, dann könnte


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