Die Gier der Diebe

Politik | Überblick: Ruth Eisenreich | aus FALTER 18/12 vom 02.05.2012

Künstler gegen Piraten: die Debatte um Gratis-kultur wird ehrlicher

Das Urheberrecht ist tot!“, skandieren die Verfechter der Gratiskultur. 125 Jahre nach Inkrafttreten des ersten internationalen Urheberrechtsabkommens, der "Berner Übereinkunft“, wollen sie das Recht am geistigen Eigentum abschaffen.

Die Idee des Eigentums des Urhebers an einem Werk fasste erst im 18. Jahrhundert mit dem romantischen Geniekult Fuß. Zuvor durfte jeder jedes Werk beliebig nachdrucken, nur gelegentlich vergaben Herrscher "Privilegien“ - exklusive Druckrechte für ein bestimmtes Werk - an Verleger.

Solche Zustände könnten wieder herrschen, sollten sich die Piratenparteien durchsetzen. Denn sie fordern die totale Freiheit im Netz, die einer Abschaffung des Urheberrechts gleichkäme.

Gemeinsam mit den Achtungserfolgen der Piraten haben die europaweiten Proteste gegen das Anti-Piraterie-Abkommen Acta die Debatte um die Urheberrechte befeuert. Acta soll diese stärken, könnte aber dank schwammiger Passagen


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