Die Gier des Staates

Politik | Überblick: Florian Klenk | aus FALTER 18/12 vom 02.05.2012

Warum sich der Staat im Internet völlig neue Freiheiten herausnimmt

Um die unermessliche Datengier des Staates zu ergründen, sollte man ein paar Jahre zurückblicken. Fast hätte man es ja vergessen: Am 11. März 2004 sprengten Islamisten in Madrid zehn Züge in die Luft. 191 Menschen wurden getötet, mehr als 2000 (!) schwer verletzt.

Um die Bomben detonieren zu lassen, nutzten die Terroristen Handys als Zeitzünder. Eine Bombe detonierte nicht, das Handy lag unverrichteter Dinge in einer Sporttasche und klingelte. Die Sim-Karte führte die Behörden zu den Hintermännern.

Ähnliche Fahndungserfolge feierten auch Londons Ermittler. Bei den U-Bahn-Anschlägen im Jahr 2005 wurden 56 Menschen ermordet und 700 verletzt. Auch hier war es die Handyrufdatenrückerfassung, die die Polizei zu "Homegrown“-Terrorists in den Vorstädten Londons führte. Terroristen, so wurde klar, haben ein ziemlich leichtsinniges Telefonierverhalten.

247 Tote und fast 3000 Verletzte. Diese Bilanz alarmierte Justiz-


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