Die Klagen des Wutlandesschulrats

Politik | Rezension: Heidi Schrodt | aus FALTER 18/12 vom 02.05.2012

Ex-ÖVP-Politiker und Bildungsexperte Bernd Schilcher stellt die soziale Frage und rechnet mit dem ständischen Charakter unserer Schulen ab

Helmut Qualtinger spielte 1960 in einem Kurzfilm einen Gymnasiallehrer, der feststellte: "Unsere Vergangenheit ist die Zukunft.“ Von diesem Satz hat sich vielleicht Bernd Schilcher für sein neues Buch inspirieren lassen; ein Kapitel darin heißt: "Geschichte - das ist bei uns die Gegenwart“. In seiner Bestandsaufnahme des österreichischen Schulsystems zeigt der studierte Jurist und Ex-ÖVP-Politiker, warum die österreichische Schule so geworden ist, wie wir sie kennen.

Schilcher, der Landesschulratspräsident in der Steiermark war, führt die gegenwärtigen Zustände auf die Geschichte zurück: Die Anfänge der öffentlichen Schule unter Maria Theresia sind militärischen Ursprungs, Preußen diente als Vorbild. Frontalunterricht und die Vorrangstellung von Disziplin und Ordnung sind Überbleibsel aus dem 18.Jahrhundert; ein zutiefst autoritär-hierarchisches


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