Technik  Dinge, die uns brauchen

Für dieses Diktafon muss man sich nicht genieren

Medien | Prüfbericht: Thomas Vašek | aus FALTER 18/12 vom 02.05.2012

Mein allererstes Aufnahmegerät hatte die beruhigende Eigenschaft, dass man während eines Interviews das Band laufen sah. In der analogen Welt wusste man noch: "Alles in Ordnung.“ Heute ist natürlich alles digital, und wenn was schiefläuft, kommen allenfalls Meldungen wie "Data Write Error“. Schon aus diesem Grund verlasse ich mich ungern auf billige digitale Aufnahmegeräte, was vielleicht ein wenig ungerecht ist. Ein 100-Euro-Gerät nimmt in der Regel auch ganz passabel auf, aber meist sieht es schon so billig aus, dass man sich bei Interviews fühlt, als hätte man einen Pickel auf der Nase. Profigeräte spielen da in einer anderen Liga, von der Verarbeitung über die Mikrofontechnik bis zur Software. Als Maßstab galten bislang das DS 5000 von Olympus und das DPM 9600 von Philips. Nun hat Olympus mit dem DS 7000 ein neues Gerät der Oberklasse auf den Markt gebracht. Die Aufnahmequalität ist auch bei Nebengeräuschen hervorragend, aufzeichnen kann man in den gängigen Sprachformaten DSS und DSS Pro, in bis zu 20 vordefinierbaren Diktattypen für bis zu zehn Autoren. Herzstück des Geräts ist das Diktat-Management-System (ODMS), die Funktionen reichen vom Versenden von Diktaten bis zur Anbindung an eine Spracherkennungssoftware. So viel Professionalität hat mit 600 Euro ihren Preis, für 420 Euro gibt es allerdings die leicht abgespeckte Variante, das DS 3500 ohne Dockingstation. Und selbst wenn das Gerät einmal ausfällt: Man muss sich dafür wenigstens nicht genieren!

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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