"Eine Sissi wird ja hoffentlich da sein“

Feuilleton | Interview: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 18/12 vom 02.05.2012

Der deutsche Klavierhumorist Bodo Wartke gastiert diese Woche in der Wiener Stadthalle

Drei Millionen Mal wurde auf Youtube der Clip mit dem Liebeslied aufgerufen, das Bodo Wartke in unzähligen Sprachen am Klavier sitzend schmachtet. Wartke, 34, ist ein Sprachspieler, dem auf die unmöglichsten Endungen noch ein Reim einfällt. Einer, der nicht lange überlegen muss, bevor ein Gag aus ihm herausplatzt. Damit steht der Norddeutsche, dem die Schublade "Kabarettist“ nicht wirklich gerecht wird, in der Tradition von Unterhaltungskünstlern wie dem 1950er-Jahre-Komiker Heinz Erhardt, dem Wiener Sprachwitzler Georg Kreisler und dem oft unterschätzten Musikerzähler Reinhard Mey.

Auf Wartkes erstem Studioalbum "Klaviersdelikte“ geht es um penetrante Mitreisende, kiffende WG-Kollegen, den Duft der Frauen oder die Unmöglichkeit, primären Geschlechtsmerkmalen hübsche Namen zu geben. Oder um seine kleine Schwester, die im Säuglingsalter starb und die eine Lücke in der Familie hinterließ.


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