Das Kino als Bildungsanstalt und subversive Kraft

Feuilleton | Nachruf: Michael Omasta | aus FALTER 18/12 vom 02.05.2012

Der gebürtige Wiener Amos Vogel war der ultimative Cineast und kämpfte ein Leben lang gegen die Borniertheit der Filmkritik

Obwohl er selbst nie Filme gemacht hat, verdankt ihm das Kino unendlich viel, darunter den legendären Filmclub Cinema 16, die Gründung des New York Film Festival und das großartige Buch "Film As a Subversive Art“.

Amos Vogel galt als ultimativer Cineast: ein streitbarer Intellektueller, der als Kritiker wie Kurator seine ganz eigene, autonome Spur in die Geschichte des unabhängigen Filmschaffens gezogen hat.

Dabei hat Amos Vogel - 1921 in Wien-Alsergrund geboren, 1938 vertrieben, seit 1944 amerikanischer Staatsbürger und zuletzt, nach dem Tod seiner geliebten Frau Marcia vor drei Jahren, zurückgezogen in New York lebend - das Kino nie als Selbstzweck gesehen, sondern immer auch als eine demokratische Bildungsanstalt, mithin: als ein Mittel zur Verbesserung der Welt.

Schon als Kind hat Amos das Kino geliebt und an dessen subversive Kraft geglaubt. Auf dem französischen


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