Buch der Stunde

Medizinische Studien an der Bar

Feuilleton | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 18/12 vom 02.05.2012

Mit dem Tod von Graham Chapman im Jahr 1989 starben auch Monty Python, wie man sie kannte. Der Blonde war neben John Cleese nicht nur der beste Darsteller der Gruppe - nicht umsonst spielte er sowohl in "Ritter der Kokosnuss“ als auch in "Das Leben des Brian“ die Hauptrolle -, er zeichnete als Autor auch für einige der besten Nummern verantwortlich. Und er war der Wilde im Bunde: Chapman kroch auf allen Vieren durch den Saal, wenn es einen Preis entgegenzunehmen galt, oder verkleidete sich bei einer Diskussionsveranstaltung als Karotte. Wie bei so vielen Exzentrikern versteckte sich hinter dem grellen Auftreten ein unsicherer Mensch, wie die nun von Harry Rowohlt kongenial übersetzten Lebenserinnerungen zeigen.

Bereits 1980 veröffentlichte Chapman, gerade einmal 39, "A Liar’s Autobiography“. Als Anlass zur Niederschrift diente, dass es ihm Ende 1977 nach zwei Jahrzehnten heftiger Sauferei endlich gelungen war, der Ginflasche (eigentlich zwei Flaschen pro Tag) zu entsagen. Die


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