Ohren auf  Sammelkritik: Drei hörenswerte Singer/Songwriterinnen

Zwischen feiner Klinge und Brechstange

Feuilleton | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 18/12 vom 02.05.2012

Was wäre der Pop ohne die Posen? Die New Yorker Musikerin Lissy Trullie modelte schon, ehe sie sich auf eine Bühne stellte und eine Gitarre umschnallte. Nach der charmanten Eigenbau-EP "Self-Taught Learner“ (2009) war es nur eine Frage der Zeit, ehe sie Leute traf, die ihren ursprünglich rauen Sound ein wenig aufpolieren. Diese Aufgabe haben John Hill (Santigold, M.I.A.) und David Sitek (TV On The Radio) erfüllt. Heraus kam "Lissy Trullie“ (Pias), ein keineswegs weltbewegendes, aber sehr kurzweiliges und abwechslungsreiches Album im Grenzbereich von New Wave und Indierock sowie feiner Klinge und Brechstange, das von Trullies kühlem, unangestrengtem Gesang einigermaßen zusammengehalten wird. Noch ist schwer zu sagen, wer sie ist - ein Chamäleon ohne Eigenschaften? -, aber ihr Album sollte zumindest bis zum Ende des Sommers Spaß machen.

Nicht auf den Laufstegen dieser Welt, sondern irgendwo auf dem Land zu Hause ist die Waliserin Cate Le Bon (keinerlei Verwandtschaftsverhältnis


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