Im Großen und Ranzen

Stadtleben | Bericht: Christopher Wurmdobler | aus FALTER 18/12 vom 02.05.2012

Piraten, Drachen, Diddlmaus: Womöglich ist bei der Schultasche doch die Ergonomie das Wichtigste

Um die Mittagszeit sind in Wien auffällig viele Erwachsene mit Schulranzen unterwegs, Väter und Mütter, die ihre Töchter und Söhne von den Bildungsanstalten abholen. Und ihnen das Schulzeug nach Hause tragen. Wieso? Weil’s so schwer ist. Wieso ist das so schwer? Weil die Frau Lehrerin es so will.

Tatsächlich gibt es seitens des Stadtschulrats keinerlei Empfehlungen, wie schwer ein Kind schleppen darf. Tatsächlich ist es auch von Schule zu Schule (manchmal sogar: von Lehrer zu Lehrer) verschieden, ob Ranzen vollgepackt sind oder nicht.

Die Regel, nach der ein Schulkind maximal zehn Prozent seines Körpergewichtes tragen soll, gilt als überholt. Erstens weil die meisten ohnehin mehr dabeihaben und zweitens weil laut Experten Kinder immer schwächer werden. Bewegungsmangel.

Weil das so ist und weil es sich ohnehin nicht ändern lässt, sind besorgte Eltern bemüht, ihren Kindern den ergonomischsten


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