Alle vier Jahre wieder, ein Album von Thalija. Ein Orchester spielt auf

Steiermark | Kritik: Tiz Schaffer | aus FALTER 18/12 vom 02.05.2012

Von Entschleunigung verstehen Thalija was: Nicht nur musikalisch, die nunmehr 19-köpfige Mannschaft bringt Alben im Vierjahresrhythmus heraus, nun steht "Thalija III“ am Start. Thalija sind ein kleiner Vielvölkerstaat, die Musiker stammen nicht nur aus den verschiedensten Bundesländern, sondern auch aus Südtirol oder der Schweiz. Das neue Werk ist das Ergebnis von drei Aufnahmesessions: Eine fand noch in der Wiener Quellenstraße statt, wo die Combo einst beheimatet war, eine in Wies, wo ihr Label Pumpkin Records zuhause ist, und eine in ihrem neuen Proberaum in Simmering.

Dem Pressetext ist zu entnehmen, man wolle alle Zuschreibungen, die in der Vergangenheit an Thalija herangetragen wurden, wie "wunderbares Wiener Psychedelic-Orchester“ außen vor lassen, Begriffe wie "epische Breite“ vermeiden und Namedropping wie Ennio Morricone oder Glenn Branca liegen der Band fern. Was für ein Kunstgriff. Neu bei Thalija ist allerdings, dass der britische Musiker Adam Parkinson am iPhone mit dabei ist, das sich angeblich sogar als Synthie verwenden lässt. Wer raushört, wo es eingesetzt wird, bekommt ein Falter-Jahresabo und das neue Thalija-Album - das ist nämlich unbedingt hörenswert.

Live am 12.5. beim Grazer Lendwirbel


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