Phettbergs Predigtdienst

Nie fehlte ich in meinem Alleinsein

Kolumnen | aus FALTER 18/12 vom 02.05.2012

Gestern war ich im Phil bei Andrea Maria Dusl und ihrem neuen Buch "Ins Hotel konnte ich ihn nicht mitnehmen“. Andrea berichtete von einer Filmvorbereitung, und ich hatte das Gefühl, im Buch ist ein komplettes Filmteam. Ein Mann war so fesch, dass ich nicht aufhören konnte, ihn zu schauen! Und plötzlich bekam ich das Gefühl, Andrea ist künstlich dick geschminkt, denn sie ist so beweglich und flott beim Aufstehen und allem ...

Jedenfalls der unendlich Fesche war mit seiner kompletten Familie anwesend: Frau und erwachsener Tochter, sie stammen alle aus Retz und gaben mir die Hand, freuten sich, "mir“ endlich auch zu begegnen. Der Mann dürfte ähnlich jung sein wie ich, nein, er ist viel jünger! Ich werde narrisch, diese Persönlichkeit nicht unentwegt via Youtube meditieren zu können.

Du musst, um schlank zu sein, immer dich mit Hunger quälen! Wenn du dir keinen Sklaventreiber leisten kannst. Andrea konnte in ihr Buch so leicht und elegant ihre Wichtigkeiten einführen, Andrea ist eine gewaltige Gruppenleitin! Ich aber bin ein schrecklich derber Klotz.

Im Traum träumte ich heute von einer zerstrittenen Zeitung über Pornografie und Prostitution. Es gab in ihr nur mehr feminine Bezeichnungen für Ficken. Die verschiedenen Fraktionen hatten divergierende Begriffe fürs KOPULIEREN. Generell gab es in dieser Zeitungswelt nur mehr das Koitieren. Männer kamen in der Zeitung nie vor. Obwohl wir alle uns nach Männern verzehren! Wie das Wort "Gott“ ist das Wort "Mann“ absolut Tabu.

Ich kam mit meinem Rollator bestens heim! Sogar der junge und knackige Chauffeur des 57A sprang auf und half mir mit dem Rollator fürsorglich aus dem Bus heraus. Ach Gott, MÄNNER! Vorm Haus war ein junger Mann total hilfsbereit und brachte mich mit dem Rollator ins Haus hinein. Ach Gott, warum nur bin ich auch ein Mann gewesen?

Wenn die Hochschule für Pornografie & Prostitution angedacht wird, wird erkannt werden, dass die P&P-Vitamine nötig wären! So viele Jahre schaffte ich es am 30. April immer allein ins Chinarestaurant "Chinatown“ zur Gründung einer Hochschule für P&P, nie fehlte ich in meinem Alleinsein, heuer schein ich zu arm zu sein. Meine Armut ist riesig wie nie!

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Hermes Phettberg führt seit 1991 durch das Kirchenjahr


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