Musik  Tipps Donaufestival

Denker-Techno und Party-Hedonismus

Lexikon | aus FALTER 18/12 vom 02.05.2012

Die Vertreibung ins Paradies“ lautet das vollmundige Motto beim Kremser Donaufestival. Das erste Wochenende stand vor allem im Zeichen des CocoRosie Project, das zweite bietet nun einen Elektronik-Schwerpunkt zwischen Denker-Techno und Party-Hedonismus.

Los geht es am Freitag mit einem der rare Auftritte von Chris Cunningham. Der britische Künstler ist vor allem durch spektakuläre Musikvideos - u.a. für Björk und Aphex Twin - bekannt geworden, er ist aber auch selbst als Produzent und Musiker tätig. Bei seinen Liveperformances verschmelzen die unterschiedlichen Bereiche seines Schaffens zu einem audiovisuellen Gesamtkunstwerk. Ähnliches führt der deutsche Dada-Pop-Elektroniker Felix Kubin im Schilde, der im Anschluss an Cunninghams Auftritt gemeinsame Sache mit der Videokünstlerin Martha Colburn macht. Danach ist aber ist Schluss mit audiovisuellen Gesamtkunstwerkereien; Pantha du Prince und The Walls lassen den Abend mit Techno-Romantik und Plicker-Plucker-Elektronik ausklingen.

Der Abschlussabend beginnt tags darauf mit dem verspielten US-Artpopkollektiv Of Montreal. Anschließend kredenzen Hunx and His Punx eine schwule Interpretation von Sixties-Girlgrouppop, bevor Andy Butler die aktuelle Version seiner famosen Neo-Discotruppe Hercules and Love Affair präsentiert. Den Schlusspunkt unter das Donaufestival 2012 setzt dann zur späten Stunde die queere Elektrorock-Partyband Lesbians On Ecstasy. GS

Information: www.donaufestival.at


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