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Alles möglich

Falter & Meinung | aus FALTER 19/12 vom 09.05.2012

Da kam noch ein Nachzügler zur Zinnemann-Umfrage von vergangener Woche. Deborah Kerr schrieb an Michael Omasta, sein Brief sei von der Schweiz nach Spanien umgeleitet worden, und sie sei "sad that your letter arrived too late“. Ihre Zuschrift erschien, wie es sich gehört, in den Leserbriefen, ausnahmsweise mit einem Bild Deborah Kerrs.

Thomas Rottenberg berichtete vom traurigen Wiener Hafen in Albern und stellte fest, vom Flair großer Hafenstädte merke man wenig. Bernhard Odehnal, Thomas Seifert und Thomas Vašek erhellten den Rücktritt der designierten Leiterin des Wiener Integrationfonds Andrea Kuntzl (sie ging, ehe sie überhaupt amtierte).

Im Sozialmedizinischen Zentrum Ost sollte eine Reinigungsfirma den Putzauftrag erhalten. Leider war die Firma bankrott, wie Bernhard Odehnal mitteilte, wovon angeblich die zuständigen Beamten keinen Schimmer hatten.

In Ungarn hob der Rechtsextremismus sein schmutziges Haupt, Karl Pfeifer gab ihm eine drauf. Planungsdirektor Arnold Klotz setzte die Planungsdebatte mit einer Antwort auf Christoph Chorherr fort.

Das Feuilleton hielt es diesmal mit dem Thema Nationalsozialismus. Abgesehen von einer Polemik Klaus Nüchterns gegen jenen Mann, der die Festwochen eröffnete: Rainhard Fendrich. "Völlig zu Recht“, merkt Nüchtern an, "heißt es doch in einem Lied des Sängers: Alles ist möglich.“

Michael Omasta interviewte den Dokumentarfilmer Egon Humer, der den Nationalsozialismus nicht aus der Perspektive der Opfer, sondern aus jener der Täter beleuchtet.

Das Amsterdamer Kindertheater-Ensemble, Roland Koberg zufolge das beste in Europa, widmet sich der Kindheit Adolf Hitlers; der Falter schrieb im Titel "Zu Gast bei Schiklguber“ statt, wie es im Text richtig hieß, "Schicklgrubers“.

Der Schriftsteller Michael Kumpfmüller zeichnete die Biografie eines Adolf H. nach, nein, nicht dieses H., sondern eines Adolf Hofer, Stalingradkämpfer, der die Utopie des ewigen Friedens verfolgte. aT


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