Kommentar  Popkultur

Wie geil ist der Volks-Rock-’n’-Roller Andreas Gabalier?

Falter & Meinung | Gerhard Stöger | aus FALTER 19/12 vom 09.05.2012

W er sich Sorgen um die Identität der österreichischen Unterhaltungsmusik machte, durfte nach der letztwöchigen Amadeus-Musikpreisverleihung aufatmen. Wie nie zuvor dominierte die Dialektmusik das Geschehen, der alte Alpinrocker Hubert von Goisern bekam ebenso zwei Trophäen wie sein junger Kollege Andreas Gabalier.

Die gute Nachricht lautet also: Die österreichische Popmusik klingt wieder nach Österreich! Die weniger gute: Künstlerisch interessant ist sie nicht wirklich. Was aber weiter nicht schlimm ist, da in Österreich - so die zweite gute Nachricht - längst eine Popparallelwelt existiert. Soap&Skin spielt europaweit vor ausverkauften Häusern; Ja, Panik sind die Lieblinge der deutschen Kritiker, und Elektro Guzzi versetzen die Welt als Technorockband in Staunen.

Soap&Skin ist mit ihrem zweiten Album kürzlich zwar von null auf Platz eins in die Charts eingestiegen, verglichen mit Andreas Gabalier bäckt sie kommerziell aber natürlich nur kleine Brötchen. Seine erste CD hat


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