Smartphone-Schule    statt Vierteltelefon

Falter & Meinung | Kommentar: Niki Glattauer | aus FALTER 19/12 vom 09.05.2012

Solange die Lehrergewerkschaft sich für das Zentrum der Schulwelt hält, wird jede Reform zu Pfusch verkommen

Schon das Wort ist eine Beleidigung. "Lehrerdienstrechtverhandlungen“! 75 Prozent Frauen im Lehrberuf, in Volksschulen mehr als 90 Prozent. Aber wer vertritt sie? Männer.

Und zwar durch die Bank solche, deren einst wohl bewegliche Bilder von Schule in einer Zeit zum Standbild verkommen sind, in der man begann, sich zum Telefonieren einen waffenähnlichen Schnurlosprügel unter das Kinn zu klemmen und stolz darauf war, den einzementierten Kasten für das Vierteltelefon aus der Wand stemmen zu können.

Schule neu, das wäre, um bei diesem Bild zu bleiben, das Smartphone. Wissen zum Downloaden. Ein Bildungsangebot, das man, pädagogisch aufbereitet, per Fingerzug erwirbt, locker blätternd. Die Schule als Ort für das Aufspüren von Eignungen und Neigungen. Lehrerinnen, die sich als Lebensabschnittsbegleiterinnen verstehen. Schule, die sich um das Kind dreht, nicht umgekehrt.

Doch,


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