Kolumne  Außenpolitik

Die Wirtschaftskrise beschert den extremen Parteien Erfolge

Falter & Meinung | Franz Kössler | aus FALTER 19/12 vom 09.05.2012

Wie Dominosteine purzeln die europäischen Regierungsparteien unter den Erschütterungen durch die Finanzkrise, ohne dass eine einheitliche politische Richtung erkennbar wäre. Der wirtschaftliche Druck beschneidet den Lebensstandard und die soziale Sicherheit der Bürger, auf die sich der demokratische Konsens im Nachkriegseuropa gründete. Traditionelle Parteiloyalitäten gehen verloren, radikale Formationen bekommen Zulauf. Immer öfter reüssieren rechtsextreme oder unpolitische Protestbewegungen, die zu einer Herausforderung für den liberal-demokratischen Konsens in Europa werden.

Der konservative französische Expräsident Nicolas Sarkozy ist der elfte Führungspolitiker, der seit Beginn der Krise im Jahr 2008 gestürzt ist. Die Wende in Frankreich hat weitreichende Auswirkungen auf die wirtschaftliche Krisenstrategie der EU (siehe auch Kommentar Seite 5), sie hat sich jedoch im Rahmen eines normalen demokratischen Regierungswechsels vollzogen.

Ausschlaggebend war vermutlich ein Element,


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