Ein Leben in der Warteschleife

Politik | Bericht: Nina Horaczek | aus FALTER 19/12 vom 09.05.2012

Sie sind 1996 nach Österreich geflohen. Bis heute warten zwei Männer aus Bangladesch auf einen Asylbescheid

Als Nasimul Bari und Dulal D’Costa 1996 aus Bangladesch nach Österreich flüchten und um Asyl ansuchen, stürmt Mr. President gerade mit seinem "Coco Jambo“ die Hitparade; Österreich ist ein Jahr in der EU; der damalige FPÖ-Chef Jörg Haider bläst zum Marsch aufs Bundeskanzleramt und Caspar Einem (SPÖ) ist Innenminister.

16 Jahre später warten die beiden, die einander im ersten Jahr ihres Asylverfahrens in Wien kennenlernten, immer noch auf eine Entscheidung der Asylbehörden. "Asylwerber erlangen durch rasche Verfahren schnellstmöglich Gewissheit, ob sie in Österreich bleiben können“, sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) 2011 in ihrer Rede zum 50-jährigen Jubiläum der Genfer Flüchtlingskonvention.

Die Fälle der beiden Asylwerber aus Bangladesch belegen das Gegenteil. "Was meine Mandanten erleben müssen, ist kein faires Verfahren, das ist nicht einmal


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