Propheten des Lebens


Porträt: Benedikt Narodoslawsky
Politik | aus FALTER 19/12 vom 09.05.2012

Die Bioethikkommission berät den Bundeskanzler zu elementaren Zukunftsthemen. Gehör findet sie aber nur selten

Christiane Druml hat wieder böse E-Mails bekommen, diesmal wegen der Lesben. Ob sie nicht wisse, dass die traditionelle Familie das Wichtigste sei, zürnen die Kritiker mit ihren gefälschten E-Mail-Adressen und werfen wütend mit Schimpfwörtern um sich.

Zwei Monate hat die Bioethikkommissionsvorsitzende Druml mit ihren Kollegen über ein umstrittenes Gesetz diskutiert, das seit zwei Jahren von einem lesbischen Paar aus Oberösterreich bekämpft wird: Es verbietet homosexuellen und alleinstehenden Frauen, sich künstlich befruchten zu lassen. Der Fall landete beim Verfassungsgerichtshof, im Februar wandte sich dieser an die Bioethikkommission. Es war das erste Mal, dass das Gericht sie um eine Meinung bat. Am Ende sprachen sich Druml und 18 ihrer Kollegen gegen das Gesetz aus, sechs waren dafür.

Die Bioethikkommission, um die es sonst so leise ist, ist nun in die Schlagzeilen

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