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Medien | Nina Horaczek | aus FALTER 19/12 vom 09.05.2012

Pressekolumne

Der Plot ist schnell erzählt: Die SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas fährt mit Chauffeur und Kollegen auf der Autobahn, plötzlich riecht es verbrannt, der Chauffeur fährt auf den Pannenstreifen, alle steigen aus, das Auto brennt. Dramatische Geschichte, aber niemand wurde verletzt.

Nur der Boulevard, der konnte sich an dieser Geschichte nicht sattschreiben. Am Mittwoch war Rudas auf dem Cover von Krone und Österreich. Am Freitag fragte die Kronen Zeitung gleich auf zwei Seiten: "Wie konnte das passieren, Frau Rudas?“ Das Kleinformat vermutete nach dem Unfall eine innere Verbindung der SPÖ-Politikerin zu einem Schutzengel oder zu Rudas’ verstorbenem Vater, der Psychiater in Wien war. Am Wochenende stellte Österreich in seiner Buntbeilage fast idente Fragen zum roten Autobrand. Da kann man direkt verstehen, dass Rudas sich am Ende des Österreich-Artikels wünschte, wieder einmal zu politischen Themen befragt zu werden.


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