Technik  Dinge, die uns brauchen

Google Currents: So schön wie die Zeitung

Medien | Prüfbericht: Thomas Vašek | aus FALTER 19/12 vom 09.05.2012

Warum kaufen die Leute überhaupt noch gedruckte Zeitungen oder Zeitschriften? Weil sie faul sind und eine möglichst komfortable und übersichtliche Lektüre wollen. Niemand würde mehr Zeitschriften kaufen, wenn sie aussähen wie manche Nachrichtensites. Gutes Layout hilft auch im Netz, Informationen zu strukturieren.

Das beste Beispiel war bislang "Flipboard“. Mit der Anwendung lassen sich Nachrichten aus verschiedenen Quellen lesefreundlich zusammenstellen. Nun hat Google nachgezogen. "Google Currents“ bietet Verlagen, Bloggern und Contentanbietern die Möglichkeit, auf der Plattform ihre Inhalte zu veröffentlichen, das Design wird entsprechend angepasst.

Die Inhalte werden in der App angezeigt, also nicht im Browser, und man kann sie auch offline lesen. Die Artikel können per Mail oder über soziale Netzwerke geteilt werden. Zwar fehlen spezielle Effekte, wie das elegante Umblättern der Seiten bei "Flipboard“, dafür lassen sich fremdsprachige Inhalte per "Google Translate“ roh übersetzen. Insgesamt besticht die App durch ihr klares Layout und die einfache Bedienung. Das Netz als Magazin - das kann also doch funktionieren.

Thomas Vašek ist Journalist und Buchautor in München


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